Donnerstag, 24. Mai 2012

Neues Tierschutzgesetz ist unzureichend

Das neue Tierschutzgesetz, welches das Bundekabinett laut Regierungskreisen beschlossen hat, bringt keine strengeren Auflagen für die Massentierhaltung insgesamt. Die lediglich kosmetischen Verbesserungen betreffen nur ein paar Tierarten. Peta bezeichnet das Gesetzesvorhaben als "Lachnummer"

Die Gesetzesnovelle von Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) soll im Herbst dieses Jahres in Kraft treten. Dann sollen für Forschung, Züchtung und Zirkusse strengere Vorschriften gelten. So soll es künftig nicht mehr erlaubt sein, Pferde mit einem Brandeisen zu markieren, Tierversuche mit Menschenaffen sollen weitgehend untersagt werden und Ferkel ab 2017 nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden.

Die Pläne der Bundesregierung sind damit völlig unzureichend und bleiben weit hinter den erforderlichen Maßnahemn und der gesellschaftlichen Entwicklung zurück. Die Grüne Bundestagsfraktion fordert unter anderem, dass Ferkel ab sofort nur noch mit Betäubung kastriert werden müssten und dass Tiertransporte nicht länger als vier Stunden dauern dürften.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind auch für Zirkustiere Beschränkungen geplant: "Nach Kritik an den Haltungsbedingungen von Zirkustieren sieht der Gesetzentwurf eine Ermächtigung vor, dass bestimmte Wildtierarten in der Manege per Verordnung verboten werden können, wenn bisherige Maßnahmen nicht reichen. Der Bundesrat hatte ein Verbot etwa für Bären und Elefanten gefordert, da Tierschutzprobleme bei häufigen Transporten nicht zu vermeiden seien." Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert diesen unkonsequenten Vorstoß und unterstreicht ihre Forderung, alle Wildtiere in Zirkusbetrieben zu verbieten: "Alles andere als ein komplettes Verbot wäre eine beschämende Lachnummer, die Peta nicht akzeptieren wird", so Peta-Wildtierexperte Peter Höffken.

Völlig ad absurdum wird das Gesetz mit der geplanten Regelung geführt, den freien Auslauf von Hauskatzen per Verordnung zu verbieten. Tiere per Gesetz einsperren zu lassen, kann beim besten Willen nicht im Sinne eines artgerechten Tierschutzes sein. 

Ein Tierschutzgesetz, das diesen Namen auch verdient, müsste ohnehin auf einem völlig anderen Fundament stehen: Nicht das kastrieren von Schweinen ohne Betäubung verbieten, sondern das Kastrieren von Schweinen überhaupt verbieten. Nicht die Zeiten von Tiertransporten verkürzen, sondern Tiertransporte grundsätzlich untersagen. Nicht die Bedingungen von Schlachttieren minimal verbessern, sondern das Halten von Schlachttieren prinzipiell verbieten. Erst ein Gesetz, welches das Töten, Quälen und Essen von Tieren vollständig verbietet, hat den Namen eines Tierschutzgesetzes verdient. Das erfordert allerdings letzlich einen Paradigmenwechsel - weg von schützenwerten Objekten, hin zu Subjekten, die ein Recht auf ein unversehrtes Leben in Freiheit haben. Ein Gesetz unter diesen Bedingungen würde nicht beim bloßen Schutz stehen bleiben sondern die Rechte der Tiere betonen.

So allerdings bleibt das "Tierschutzgesetz" nichts weiter als ein billiges Feigenblatt der Bundesregierung.



Sonntag, 6. Mai 2012

Grillsaison - Gestank verbrannter Leichen überall

Der beißende Gestank verbrannter Leichen sucht die Parks, Flussufer, Wiesen und Gärten heim - es ist wieder Grillsaison! Millionen von Tieren müssen wieder ihr Leben für der Deutschen liebste Sommerbeschäftigung lassen. Das ist ungesund und hat ernsthafte Folgen für die Umwelt. Dabei ginge es auch anders.

Kaum wird das Wetter wieder ein bisschen schöner in unseren Breitengraden, liefert sich die Presse, wie gleichgeschaltet, ein unermüdliches Wettrennen um den Grillhype, mit den immergleichen, unsäglich dümmlichen Grillartikeln - klar, die alljährlichen Grilltipps bringen Traffic und Leser.

Hinrichtungsopfer am Grill. Foto: TS  / pixelio.de
"Der Duft von frisch Gegrilltem lässt das Wasser im Mund zusammen laufen", lechzt der "Focus", "höchste Zeit zum angrillen!", diktiert der "Stern", und schiebt Tipps für die Zubereitung vom "Bierarsch-Huhn" und "Schwein aus der Kiste" hinterher oder verrät großzügig die "Geheimnisse eines Grillprofis", "wenn aus einem Stück Schweinefleisch purer Brutzel-Genuss werden soll, muss neben Fleischqualität und würziger Marinade auch das Gerät stimmen", schreibt im gewohnt dämlichen Duktus die "Bild" und macht den "Tüv-Test" für Grills, natürlich mit einer Nackten am Grill als Blickfang. 

Die "Süddeutsche Zeitung" macht zur Abwechslung - zwischen all den unkritischen Grilltipps der Gossenblätter - auch mal auf die "Folgen der Fleischeslust" aufmerksam:  "Während manch einer schon seinen Grill für die kommende Saison vorbereitet, warnen Harvard-Mediziner: Wer täglich rotes Fleisch, Wurst oder Schinken isst, verkürzt seine Lebenserwartung deutlich. Fleischmahlzeiten erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und verschiedene Krebsleiden." Harvard-Ernährungswissenschaftler Frank Hu rät deshalb, die Finger vom Fleisch zu lassen: "Wer sich hingegen für gesündere Eiweißquellen entscheidet, hat gleich mehrere Vorteile davon und ist weniger gefährdet, chronisch krank zu werden oder gar früh zu sterben", so der Forscher.

Die gesundheitliche Gefährung durch Fleisch ist aber nur ein Aspekt unter vielen anderen. Die meisten Tiere werden unter unsäglichen Bedingungen gehalten und geschlachtet, all das hat nichts mit der Glückliche-Kühe-auf-grünen-Wiesen-Propaganda der verlogenen Fleischindustrie zu tun - interessante Einblicke in die globalen Folgen der Massentierhaltung liefert die Arte-Doku "Nie wieder Fleisch?". Der Fleischkonsum zerstört die Regenwälder, vernichtet Resourcen, beschleunigt den Klimawandel, fördert das Artensterben und verbraucht bis zu 100 Mal mehr Wasser als eine vegetarische Ernährung.

Wer dieser Tage durch die Buchhandlungen geht, kann allerdings auch ein anderes Bild sehen, als das von den Medien vorrangig propagierte. Die Kochbuch-Abteilung wird inzwischen immer mehr geprägt von verschiedenen vegetarischen und sogar veganen Koch- und auch Grillbüchern. Ist hier etwa eine Trendwende hin zu einer bewussteren Lebensweise im Anmarsch? Zumindest werden auch die fleischlastigen Grilltipps der Zeitungen immer mehr um vegetarische Rezepte ergänzt. Damit Grillen aber irgenwann ganz ohne den furchtbaren Gestank verbrannter Tierleichen möglich ist, muss noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Wer aufs Fleisch beim Grillen verzichtet muss sich nicht auf Kartoffeln in Alufolie beschränken. Es gibt unzählige Möglichkeiten jenseits von Wurst und Steak. Hier ein paar Anregungen für tierfreundliche Grillaktivitäten:

http://www.peta.de/vegangrillen
http://www.vgt.ch/doc/rezepte/grill-rezepte.htm
http://www.vegetarisch-grillen.de/
http://www.brigitte.de/figur/ernaehrung/gesund-bio/grillen-rezepte-vegetarisch-569155/
http://www.vegetarier-grill.de/
http://www.veggieportal.de/vegetarisch-grillen/


...
Die Grillsaison ist eröffnet: Tricks für gesundes Grillen - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/tid-5829/grillen_aid_57345.html

Sonntag, 15. April 2012

Das Leben der Schweine

Sie werden geboren, um geschlachtet zu werden. Durchschnittlich lebt ein Schwein in Deutschland gerade mal sieben Monate, bevor es getötet wird - dabei könnten die Tiere über zehn Jahre alt werden. Schweine sind intelligent, empfindsam - und uns Menschen ähnlicher als die meisten denken. Dennoch kennen die meisten Vertreter unserer Gattung Schweine nur als Schnitzel oder Wurst auf ihrem Teller. "Was ist das Schwein eigentlich für ein Mensch?" - dieser Frage geht das Wissenschafts-Fernsehmagazin des WDR "Quarks&Co" in der Reportage "Ein Schweineleben" vom 14. 04. 2012 nach - und räumt mit alten Vorurteilen auf.

"Schweine sind uns Menschen ähnlicher als man meint", erklärt Moderator Ranga Yogeshwar. Sie sind intelligenter als Hunde, Katzen oder Pferde und haben mit den Menschen genetisch viel gemeinsam. Doch die sensiblen und geselligen Tiere "sind hierzulande immer mehr so etwas wie Produktionsware auf vier Beinen", sagt der Physiker und Wissenschaftsjournalist. Schweinefleisch ist nach wie vor unglaublich günstig. Durchschnittlich 40 Kilogramm Schweinefleisch konsumiert jeder Deutsche pro Jahr.

Ein normales Schweineleben in Deutschland sei den Zuschauern nicht zumutbar, bekam das Fernsehteam in der Landwirtschaftskammer von Nordrhein-Westfalen bei seinen Recherchen zu hören. "Ich kann dem nur zustimmen", gesteht Yogeshwar, bei dem Film habe man einige besonders grausame Bilder daher außen vor gelassen.

"Doch wenn man ehrlich ist, wenn man über Fleisch redet, dann muss man eigentlich auch die anderen Bilder sehen", meint Yogeshwar. So zeigt die Doku zum Beispiel männliche Ferkel, die bei lebendigem Leib, ohne Narkose, kastriert werden - 30 Millionen Mal pro Jahr! Erst 2017 soll diese grausame und sinnlose Prozedur in Deutschland verboten werden.

600 Schweine pro Jahr erzeugt ein mittelgroßer Betrieb. Das ist nur möglich, wenn man Fleisch wie am Fließband produziert. Jedes Jahr werden hierzulande 60 Millionen Schweine geschlachtet. Das hat auch Folgen für die Umwelt, zum Beispiel für den Regenwald in Südamerika: 2,2 Millionen Hektar werden dort als Anbaufläche für Soja verwendet, nur um die Schweine in Deutschland zu ernähren. 2, 2 Millionen Hektar - das entspricht der Fläche des Bundeslandes Hessen.

Das Schwein ist der Deutschen Lieblingstier - leider nur auf dem Teller. Deutschland ist der größte Schweinefleischerzeuger in der Europäischen Union. Der Großteil dieser Tiere verbringt sein kurzes Leben in grausamer Massenhaltung. Und die Deutschen werden immer dicker und kränker.

Link zur Sendung "Quarks&Co":  http://www.wdr.de/tv/quarks/

Dienstag, 10. April 2012

Skandalkonzern Wiesenhof: Tierquäler sollen bestraft werden

Der Massentötungskonzern "Wiesenhof" kommt nicht mehr aus den Schlagzeilen heraus. Mehrmals wurden tierquälerische Zustände nachgewiesen, die bei dem Geflügelkonzern Methode haben. Ein Verfahren gegen Wiesenhof  wurde wieder eingestellt. Nun sollen die Tierquäler doch noch wegen "Vergehens gegen das Tierschutzgesetz" bestraft werden.

Aufzucht von Legehennen. Foto: Peta Deutschland e.V. / pixelio.de

Wie die Taz berichtet, gibt es nun doch eine Chance, dass Führungskräfte und mehrere Mitarbeiter von Deutschlands größtem Geflügelfleischkonzern wegen Tierquälerei vor Gericht müssen: "Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat angeordnet, die Ermittlungen wegen Misshandlung von Hühnern auf einer Farm in Twistringen wieder aufzunehmen".  
   
Die Staatsanwaltschaft Verden hatte das Verfahren Ende vergangenen Jahres zunächst wieder eingestellt. Grund waren nicht etwa falsche Beschuldigungen, sondern die "rechtswidrige" Aufnahme eines Videos. Der Film zeigte unter anderem das Genickbrechen von Hühnern ohne Betäubung.

Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Jörg Fröhlicher, widerspricht nun der Staatsanwaltschaft Verden:. „Angesichts des Ausmaßes der möglichen Vergehen gegen das Tierschutzgesetz sind wir zu dem Schluss gekommen, dass kein Beweisverwertungsverbot vorliegt“

"Das System Wiesenhof - Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet"
Januar 2010: Das ARD-Politmagazin "Report Mainz" deckt schwere Tierschutzverletzungen (Haltungsbedingungen und Tötungsmethodik)  in einem niedersächsichen Hühnerzuchtbetrieb auf. Daraufhin entschuldigt sich Wiesenhof und trennt sich von verantwortlichen Mitarbeitern und Fremdfirmen.
"Hinter der Wiesenhof-Kulisse herrschen extrem tierquälerische Zustände, die keine Ausnahme, sondern die Regel sind": Diese Aussage der Tierrechtsorganisation PETA wird durch die ARD-Reportage "Das System Wiesenhof - Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet" erneut bestätigt: Aufnahmen, die nachweisbar in einem PHW-Betrieb von Tierschützern gemacht wurden, bekräftigen die Vorwürfe. Die Tierhaltung und der Wiesenhofbetrieb waren auf dem Videoausschnitt eindeutig zu erkennen.
Pro Woche schlachtet die PHW-Gruppe rund 4,5 Millionen Hähnchen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesenhof

Samstag, 31. März 2012

Nie wieder Fleisch!

"Nie wieder Fleisch?" heißt ein sehenswerter Film beim Arte Themenabend. Der Dokumentarfilm setzt sich kritisch mit dem verlogenen Mythos der Fleischindustrie auseinander, die den Konsumenten eine heile Welt mit gesunden Produkten vorgaukelt. 

"Nie wieder Fleisch?" geht den globalen Folgen der Massentierhaltung und Massenproduktion auf den Grund.  "Was auf dem Teller liegt, entspricht nicht dem was uns die Werbung verspricht", kritisiert Christoph Labbé, Journalist bei dem französichen Wochenmagazin "Le Point". "In der Realität leben die meisten Tiere weder im grünen, noch ist ihr Fleisch besonders gesund", stellt die Doku klar: "Viele Hühner überstehen die kurze Mastzeit in Massenhaltung nicht ohne Medikamente - und die können durch Rückstände im Fleisch auch für den Menschen schädlich sein. Dicht an dicht zusammengepfercht auf dem eigenen Kot, werden die durch schnelles Wachstum gezüchteten Tiere oft krank". Kritisch setzt sich der Film auch mit dem dubiosen Massentötungsbetrieb "Wiesenhof" auseinander, der es mit seiner skandalösen Tierhaltung jüngst wieder in die Schlagzeilen geschafft hat.


Arlarmierend: In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum verfünffacht 

 Besonders in China nimmt der tägliche Fleischkonsum explosionsartig zu. 1980 aß jeder Chinese im Schnitt 14 Kilo Fleisch pro Jahr, mittlerweile hat sich der Fleischverzehr in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde mehr als vervierfacht. Eine der Folgen: immer mehr Chinesen leiden an Krankheiten, die zuvor nur im Westen bekannt waren - jeder dritte erwachsene Chinese hat inzwischen extremes Übergewicht. Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen steigen rasant an. Regelmäßiger Fleischkonsum erhöht das Risiko, frühzeitig an Krebs oder Herzinfarkt zu sterben, wie Harvard-Forscher herausgefunden haben.

Eine Drehgenehmigung in einem Schlachthof zu bekommen, sei fast unmöglich - und wenn dann nur unter der Auflage, dass man die Schlachtungen nicht zeigen dürfe, heißt es in dem Film: "Die Unternehmen gleichen oft streng bewachten Festungen, so, als hätte man etwas zu verbergen".
Immer wieder passiert es, dass betäubte Schweine aufwachen und bei lebendigem Leib ausgenommen werden. Schlachthöfe können die Mindestandards des Tierschutzes aufgrund der enormen Produktion nicht mehr einhalten, kritisieren Beobachter. Der Film zeigt auch Aufnahmen von Rindern, die bei lebendigem Leib aufgehängt und getötet werden. Das sei in vielen Betrieben die Regel und nicht die Ausnahme, sagen Experten. Auch Probleme wie die Zersörung des Klimas aufgrund von Methangasen durch die Massenhahltung von Rindern oder die Zerstörung von Märkten in Armutsregionen werden thematisiert. "Europa setzt auch weiter darauf, die Welt mit Fleisch zu versorgen. Es scheint egal zu sein, welchen Preis wir dafür zahlen", resümiert der Film.

Link zum Arte Themenabend "Nie wieder Fleisch?":
http://www.arte.tv/de/6449602.html

Mittwoch, 28. März 2012

Ein Gentleman isst keine Tiere

"Uns steht das Wasser bis zum Hals! Fleischessen zerstört das Klima" - mit diesem Slogan wirbt der Reggaemusiker Tilmann Otto alias Gentleman in einer Kampagne der Tierschutzorganisation Peta für eine bewusstere Ernährung:

"Ich bin Vegetarier, weil es tausend und mehr Gründe dafür gibt und einer davon ist, dass die Fleischindustrie vielmehr Treibhausgase ausschüttet, als der gesamte Verkehr auf der ganzen Welt. Ein Steak braucht tausend Liter Wasser", erklärt der Musiker.


Foto: Nela König für PETA 

Peta schreibt zu der Kampagne: "Dass das Essverhalten stark den Klimawandel beeinflusst, belegen u.a. Studien der UN Welternährungsorganisation (FAO), des World Watch Institutes oder des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung sowie der Bericht des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) von 2008. Allein in einem Kilogramm Rindfleisch stecken so viele Emissionen wie in einer Autofahrt von 250 km Länge".

Zu seiner Motivation, sich an der Kampagne zu beteiligen, erklärt Tilmann Otto, der erst seit zwei Jahren vegetarisch lebt: "Als Fleischesser verdrängst du ja die ganzen Informationen, in dem Moment wo du es an dich heranlässt, kannst du ganz anders darüber reden. Ich wusste zum Beispiel überhaupt nicht, wieviel Wasser Fleisch braucht. Es tut mir leid, dass ich 35 Jahre Fleisch gegessen habe."



Link zu der Kampagne:
http://www.peta.de/gentleman

Mittwoch, 21. März 2012

Agentur Scholz & Friends macht sich über Schwule und Vegetarier lustig

"Tofu ist schwules Fleisch" - mit diesem Menschen- und Tierverachtenden Slogan macht sich die Werbeagentur Scholz & Friends gleich über zwei Randgruppen lustig: Schwule und Vegetarier. 

"Vielleicht sollte es lustig sein, vielleicht provokant. Am Ende war es aber nur peinlich, das Motiv, das sich in paar Kreative der Werbeagentur Scholz & Friends als Steakhausketten-Reklame ausdachten", schreibt Spiegel Online. Weiter heißt es in der Meldung: "Das homophobe Fleischmotiv war Teil einer machohaften Kampagne, die sich die Werber für die Kette Maredo ausgedacht hatten. Ein anderes Motiv ist: "Wenn man Tiere nicht essen soll, warum sind sie dann aus Fleisch?"
Tja, dasselbe könnten sich die Werbe-Wirrköpfe auch selbst fragen, sie sind ja vermutlich auch aus Fleisch. Hätten sie auf der Speisekarte von Maredo gestanden, wären der Welt zumindest zwei so überflüssige wie zynische Werbesprüche erspart geblieben.

Der kreative Durchfall von Scholz & Friends fand übrigens keine werbliche Verwendung: "Drei Jahre schlummerte das nie irgendwo eingesetzte homophobe Fleischmotiv in den Tiefen des Internets - man kann es beispielsweise noch in einem Blogeintrag zur Preisverleihung finden - und niemand regte sich auf. Bis es am vergangenen Dienstag plötzlich für Bewegung im Internet sorgte. Der Tofu-Spruch wurde schnell zu einem PR-Problem für die Steakhauskette." Bleibt zu hoffen, dass dieses "PR-Problem" eine nachhaltige Wirkung entfaltet.

Link zum Artikel:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,822755,00.html