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Sonntag, 30. November 2014

Tollwood im Zeichen des Schweins

Das Tollwood Festival in München setzt weiterhin mit Kunst, Aktionen und Tierrechtsorganisationen ein Zeichen gegen Massentierhaltung. Das Motto zum diesjährigen Winterfestival lautet "Lebewesen". 

Skulptur "Armes Schwein" auf dem Tollwood (Foto: StopMeat)
Im Mittelpunkt des diesjährigen Tollwood Festivals steht eine riesige Holzskulptur von einem Schwein, das in einem winzigen Käfig gehalten wird, in dem es sich nicht bewegen kann. Gestaltet hat das Kunstwerk mit dem passenden Titel "Armes Schwein" der ungarische Künstler Gabor Miklos Szoke. Das Schwein steht stellvertretend für das Leid seiner Millionen Artgenossen, die tagtäglich für einen kurzen Gaumenkitzel durch die Hölle gehen. Im Schatten dieses im Stich gelassenen Lebewesens klären einige Tierrechtsorganisationen über den Umgang mit Tieren auf, und stellen ihr Engagement für den Schutz der Tiere vor.

"Animals Angels" beispielsweise setzen sich unter dem Motto "Wir sind bei den Tieren" gegen grausame Tiertransporte ein. Auch die Organisationen "Provieh", "respekTiere", "Soko Tierschutz" und die "Albert Scheitzer Stiftung" sind mit Infoständen vor Ort. Zudem war die Tierrechtlerin und Publizistan Hilal Sezgin zum Auftakt des Winterfestivals in einem Treppengespräch unter dem Motto "Artgerecht" im Weltsalon zu hören. "Mit entsetzen reagieren wir, wenn wir im Fernsehen Aufnahmen von siechenden Puten sehen oder Sauen, die sich nicht einmal zu ihren Ferkeln umdrehen können. Aber wir ziehen erstaunlich wenige Konsequenzen aus dem was wir wisen: das da ganz legal Millionen empfindungsfähige, neugierige sozial veranlagte Tiere ein erbärmliches Leben fristen und einen gewaltsamen Tod auf dem Schlachthof sterben", beschreibt Sezgin die fatale Schere in den Köpfen der meisten Menschen.

Teddybär im Fleischwolf (Foto: StopMeat)
Über die Doppelmoral in den Köpfen der Menschen nachzudenken, ermuntert auch der Hamburger Künstler und "Schlachtermeister" Miroslav Menschenkind. Auf dem Tollwood hat er einen eigenen Stand, in dem er Fleisch und Würste aus Kuscheltieren verkauft, die er dazu vorher durch den Fleischwolf quetscht. Hinter ihm hängen die Kuscheltierkadaver mit teils abgehackten Köpfen. "Jeder kennt Schachtereien und die darin dargebotenen Waren", so Menschenkind: "Dieses ist nichts anderes, nur dass die ehemals lebenden Tiere, durch mit Watte gefüllten Stoff - genannt Kuscheltiere - ersetzt werden."


Ihre Motivation ziehen die Tollwood-Organisatoren nicht zuletzt aus Umfragen, wonach die große Mehrheit der Deutschen gegen Massentierhaltung ist. Die regelmäßig auftretenden Lebensmittlskandale seien nur die Spitze des Eisbergs, heißt es im Programmheft zum Tollwood Winterfestival: "Kälbern werden die Hornanlagen ausgebrannt, Ferkel kastriert, Hühnern wird der Schnabel gekürzt - ohne Betäubung und unter großen Schmerzen. Damit sie das kurze, qualvolle Leben in den vollgepferchten, eintönigen Ställen bis zur Schlachtung 'überleben', werden in der Regel große Mengen an Antibiotika verabreicht. Der wahre Skandal also ist die Normalität in den Ställen der industriellen Intensivtierhaltung: das alltägliche Leid von Millionen Schweinen, Rindern, Hühnern und Puten. In Deutschland. In Bayern. In Ihrer Nähe."

Da ist es nur konsequent, dass das Schwein die Schirmherrschaft für das Tollwood Winterfestival 2014 übernommen hat und mehr Respekt für seine Artgenossen von den Menschen einfordert: "Gerade ich als Schwein bin in vielen Bereichen dem Menschen recht ähnlich", schreibt es im Programmheft: "Ich liege gerne in der Sonne, dusche gerne, fresse für mein Leben gerne feine Dinge, und wenn ich behandelt werde, wie es sich gehört, rieche ich ganz wunderbar."

Um seinem Anspruch auch gatronomisch gerecht zu werden, gibt es zum Winterfestival 2015 erstmals ein rein vegetarisch-veganes Zelt auf dem Tollwood. Jetzt muss nur noch das restliche Festival auch noch vegan werden. Vielleicht schon zum nächsten Sommer? Denn artgerecht ist nur die Freiheit. Oder in den Worten von Hilal Sezgin: "Tiere sind unsere Mitbewohner auf diesem Planeten, nicht unsere Sklaven oder unser Essen.             

Auch zum vergangenen Sommerfestival wurde das Thema "Massentierhaltung" thematisiert. Das Motto: "Wir das Tier.

Tier-Demo, Sommer Tollwood 2014 Foto: StopMeat
Große Tierskulpturen am Eingang taten stellvertretend das, was Tiere nicht können: Für ihre Belange demonstrieren.

Das Tollwood Winterfestival 2013 stand bereits unter dem Motto "ARTgerecht", mit der Kunstinsallation "Café Bad Connection": Ein mehrstöckiges Gebäude aus Gitter, unterteilt in winzige Käfige. Besucher konnten so am eigenen Leib erfahren, wie Tiere unter der grausamen  Massenhaltung leiden.

Dienstag, 20. November 2012

96-jähriger Vegetarier wird Vater

Der Inder Ramajit Raghav ist im Alter von 96 Jahren zum zweiten Mal Vater geworden. Die 52-jährige Frau des Bauern aus Nordindien brachte im Oktober 2012 einen Sohn zur Welt. Seine rekordverdächtige Potenz begründet der Mann damit, dass er sich sein Leben lang vegetarisch ernährt und keinen Alkohol trinkt.

Ramajit Raghav mit Frau und Kind. Foto: Rex
Dass eine fleischfreie Ernährung nicht nur besser für Umwelt und Tiere, sondern auch gut für Gesundheit und Potenz ist, zeigt der Fall des 96-jährigen Rekordhalters aus Nordindien eindrucksvoll. Bereits zwei Jahre davor sei der Bauer aus der Nähe der Hauptstadt Neu-Delhi weltweit ältester Vater eines Neugeborenen geworden. Auch damals brachte seine Frau einen gesunden Jungen zur Welt.

Und Ramahit Raghav hat einen zweiten Rekord gebrochen: Wie die Times of India berichtet, ist er nun auch der älteste Poster Boy der Tierrechtsorganisation Peta geworden. Peta stellt auf der Seite www.peta.xxx die Vorzüge von Gemüse für das Liebesleben dar: So kurbelt etwa Spargel die Hormonproduktion an und die Karotte - dank ihres hohen Gehalts an Vitamin A - die Spermienproduktion.

Der Times of India schilderte der jungebliebene Greis seinen Alltag so: "Ich stehe morgens um fünf Uhr auf und gehe abends vor acht Uhr ins Bett. Tagsüber arbeite ich auf dem Feld und halte ein bis zwei Stunden lang Mittagsschlaf."

Wie kein anderes Land der Welt ist Indien für seine vegetarischen Traditionen bekannt, nirgendwo gibt es mehr Vegetarier. Fleisch wird auf dem Subkontinent (noch) wesentlich weniger konsumiert, als in westlichen Gesellschaften. Während die indischen Muslime oftmals Fleisch essen, verzichten viele Hindus ganz darauf. Viele indische Schriften fordern das Prinzip der Gewaltlosigkeit gegenüber Tieren. Einen konsequenten Vegetarismus praktizieren die Anhänger des Jainismus, einzelne Richtungen des Hinduismus sowie manche Buddhisten. Die Sikhs lehnen den Konsum von Rindfleisch strikt ab. Pflanzenöle sind  als Bratfette zudem verbreiteter als tierische Fette.

Lakto-vegetarisch ernähren sich die Yoga-Praktizierenden und die Vaishnavas, die Verherer Vishnus. Diese schreiben dem Konsum von toten Tieren schlechte Auswirkungen auf den Bewusstseinszustand und den Charakter des Menschen zu. Fleischhaltiges Essen wird demnach der Guna Tama zugeordnet, dem Eigenschaftstypus der Trägheit und Verwirrung. Fleischnahrung bringe schlechtes Karma und wird daher als Hindernis auf dem Weg zu Reinigung und Erlösung gesehen. Etwa 43 Prozent der religiösen Inder geben an, sich vegetarisch zu ernähren. Bei den nicht-religiösen Hindus liegt der Anteil nur bei 28 Prozent.

Wie in wohl keinem anderen Land der Welt gibt es in Indien sogar vegetarische McDonalds-Filialen. Die Zukunft des weitverbreiteten Vegetarismus in Indien ist allerdings gefährdet. Für die rasch wachsende indische Mittelschicht wird Fleischkonsum immer wichtiger - als Statussymbol, weil viele armen Inder sich Fleisch gar nicht leisten können. 


Samstag, 4. August 2012

So betrügt die Lebensmittel-Mafia

Foodwatch klagt an: Gelatine im Saft, Schweineborsten in der Brotherstellung, Milchzucker für Veganer. Die Lebensmittel-Industrie betrügt Verbraucher in großem Stil. In vermeintlich "vegetarischen" Lebensmitteln versteckt sie tierische Bestandteile ohne Kennzeichnung auf der Zutatenliste.

Foto: Foodwatch
Recherchen der Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch zeigen, dass die Lebensmittel-Mafia Verbraucher in einem schockierenden Ausmaß betrügt. Wer sich tierfrei ernähren will, wird an allen Ecken und Enden hintergangen. "Ohne Deklarationspflicht kommen tierische Bestandteile als Trägerstoffe von Aromen und Vitaminen in Lebensmittel", erklärt Foodwatch: "Zum Beispiel befindet sich in den Multivitaminsäften Valensina und hohes C (Eckes Granini) Gelatine als Träger von zugesetzten Vitaminen, wie die Hersteller auf Anfrage bestätigten." Auch der  Chips-Produzent funny-frisch habe auf Anfrage angegeben, "dass weite Teile seines Sortiments tierische Bestandteile enthalten, je nach Sorte Wild, Fisch, Geflügel, Rind oder Schwein."

Das Problem ist eine Gesetzeslücke: Die tierischen Produkte müssen in der Zutatenliste nicht aufgeführt werden. So macht es der Gesetzgeber Verbrauchern quasi unmöglich, tierische Produkte in Lebensmitteln zu vermeiden. "Das ist eine Zumutung für Vegetarier und Veganer, aber auch für alle anderen Verbraucher, die gerade bei tierischen Lebensmitteln bewusste Kaufentscheidungen treffen, den Konsum reduzieren wollen oder nur bestimmte Formen der Tierhaltung unterstützen möchten", sagt Foodwatch-Mitarbeiter Oliver Huizinga. Die Organisation hatte über Facebook zahlreiche Hinweise von Verbrauchern über Produkte mit versteckten Tieren enthalten und daraufhin eine eigene Recherche gestartet.


Die bisher identifizierten Produkte:

  • Chips von Funny Frisch: Fisch, Schwein, Wild, Kalb und Geflügel gelangen in Form von Aromen in die Chips. In den meisten Fällen ohne entsprechende Kennzeichnung.
  • Frischkäse von Rotkäppchen und Bresso, Quark von Milram: Hier ist Gelatine drin, die aus Schweinhaut erzeugt wird.
  •  Ritter Sport Schokolade Marzipan und Halbbitter: Diese Sorten empfiehlt der Schokoladen-Hersteller ausdrücklich Veganern, da sie angeblich "keine Milchbestandteile" enthalten. Falsch: Die Sorten enthalten Spuren von Milchzucker, da die Sorte indenselben Produkionslinien hergestellt wird, die auch Milchschokolade produzieren.
  •  Katjes Yoghurt Gums: Katjes produziert Fruchtgummis mit und ohne Gelatine. Foodwatch erhielt auf wiederholte Nachfrage keine Antwort, ob bei Letzteren Verunreinigungen mit Gelatine auszuschließen seien. Keine Antwort ist auch eine Antwort.
  • Mutltivitaminsäfte von Hohes C und Valensina: Hier wird Gelatine als Trägerstoff für Vitamine eingesetzt. Aus dem Zutatenverzeichnis der Säfte geht das nicht hervor.
  • Orange-Ananas-Saft von Valensina: Auch hier ist Gelantine drin.
  • Maggi Tomatensuppe von Nestlé: In dieser Tomatensuppe ist Speck drin. 
Bestandteile von Tieren kommen zudem bei technischen Hilfsstoffen zum Einsatz, ohne dass dies für Konsumenten ersichtlich wäre. So verwenden einige Produzenten etwa Gelatine zum Klären von Wein  und Saft. Bäckereien verwenden Aminosäure L-Cystein, die aus Schweineborsten oder Federn gewonnen wird, um das Mehl knetbarer zu machen.

Foodwatch fordert deshalb eine gesetzliche Klarstellung mit der Transparenz und Wahlfreiheit erreicht werden soll. Verbraucher können die Forderungen von Foodwatch  mit einer E-Mail-Aktion an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner unterstützen


Die Forderungen von Foodwatch im Wortlaut:

"1.   Wo Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs eingesetzt werden, muss dies deutlich erkennbar sein. Das gilt auch für tierische Bestandteile in Aromen, Zusatzstoffen und technischen Hilfsstoffen, die während des Produktionsprozesses zum Einsatz kommen. Wer vollständig auf Zutaten tierischen Ursprungs verzichten möchte, muss die Möglichkeit dazu haben.
2.   Die Begriffe 'vegan' und 'vegetarisch' müssen wie folgt rechtlich definiert werden:
• Vegetarisch: Ohne Zutaten, die von einem toten Tier stammen, hergestellt (Ovo-Lacto-Vegetarismus) – erlaubt sind Ei- und Milchprodukte
• Vegan: Ohne tierische Lebensmittel (einschließlich Milch- und Eiprodukte) hergestellt
Wird ein Produkt ausdrücklich als 'vegan' oder 'vegetarisch' ausgelobt oder beworben, muss der Hersteller auch jegliche Kreuzkontamination ausschließen können."

Sonntag, 6. Mai 2012

Grillsaison - Gestank verbrannter Leichen überall

Der beißende Gestank verbrannter Leichen sucht die Parks, Flussufer, Wiesen und Gärten heim - es ist wieder Grillsaison! Millionen von Tieren müssen wieder ihr Leben für der Deutschen liebste Sommerbeschäftigung lassen. Das ist ungesund und hat ernsthafte Folgen für die Umwelt. Dabei ginge es auch anders.

Kaum wird das Wetter wieder ein bisschen schöner in unseren Breitengraden, liefert sich die Presse, wie gleichgeschaltet, ein unermüdliches Wettrennen um den Grillhype, mit den immergleichen, unsäglich dümmlichen Grillartikeln - klar, die alljährlichen Grilltipps bringen Traffic und Leser.

Hinrichtungsopfer am Grill. Foto: TS  / pixelio.de
"Der Duft von frisch Gegrilltem lässt das Wasser im Mund zusammen laufen", lechzt der "Focus", "höchste Zeit zum angrillen!", diktiert der "Stern", und schiebt Tipps für die Zubereitung vom "Bierarsch-Huhn" und "Schwein aus der Kiste" hinterher oder verrät großzügig die "Geheimnisse eines Grillprofis", "wenn aus einem Stück Schweinefleisch purer Brutzel-Genuss werden soll, muss neben Fleischqualität und würziger Marinade auch das Gerät stimmen", schreibt im gewohnt dämlichen Duktus die "Bild" und macht den "Tüv-Test" für Grills, natürlich mit einer Nackten am Grill als Blickfang. 

Die "Süddeutsche Zeitung" macht zur Abwechslung - zwischen all den unkritischen Grilltipps der Gossenblätter - auch mal auf die "Folgen der Fleischeslust" aufmerksam:  "Während manch einer schon seinen Grill für die kommende Saison vorbereitet, warnen Harvard-Mediziner: Wer täglich rotes Fleisch, Wurst oder Schinken isst, verkürzt seine Lebenserwartung deutlich. Fleischmahlzeiten erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und verschiedene Krebsleiden." Harvard-Ernährungswissenschaftler Frank Hu rät deshalb, die Finger vom Fleisch zu lassen: "Wer sich hingegen für gesündere Eiweißquellen entscheidet, hat gleich mehrere Vorteile davon und ist weniger gefährdet, chronisch krank zu werden oder gar früh zu sterben", so der Forscher.

Die gesundheitliche Gefährung durch Fleisch ist aber nur ein Aspekt unter vielen anderen. Die meisten Tiere werden unter unsäglichen Bedingungen gehalten und geschlachtet, all das hat nichts mit der Glückliche-Kühe-auf-grünen-Wiesen-Propaganda der verlogenen Fleischindustrie zu tun - interessante Einblicke in die globalen Folgen der Massentierhaltung liefert die Arte-Doku "Nie wieder Fleisch?". Der Fleischkonsum zerstört die Regenwälder, vernichtet Resourcen, beschleunigt den Klimawandel, fördert das Artensterben und verbraucht bis zu 100 Mal mehr Wasser als eine vegetarische Ernährung.

Wer dieser Tage durch die Buchhandlungen geht, kann allerdings auch ein anderes Bild sehen, als das von den Medien vorrangig propagierte. Die Kochbuch-Abteilung wird inzwischen immer mehr geprägt von verschiedenen vegetarischen und sogar veganen Koch- und auch Grillbüchern. Ist hier etwa eine Trendwende hin zu einer bewussteren Lebensweise im Anmarsch? Zumindest werden auch die fleischlastigen Grilltipps der Zeitungen immer mehr um vegetarische Rezepte ergänzt. Damit Grillen aber irgenwann ganz ohne den furchtbaren Gestank verbrannter Tierleichen möglich ist, muss noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Wer aufs Fleisch beim Grillen verzichtet muss sich nicht auf Kartoffeln in Alufolie beschränken. Es gibt unzählige Möglichkeiten jenseits von Wurst und Steak. Hier ein paar Anregungen für tierfreundliche Grillaktivitäten:

http://www.peta.de/vegangrillen
http://www.vgt.ch/doc/rezepte/grill-rezepte.htm
http://www.vegetarisch-grillen.de/
http://www.brigitte.de/figur/ernaehrung/gesund-bio/grillen-rezepte-vegetarisch-569155/
http://www.vegetarier-grill.de/
http://www.veggieportal.de/vegetarisch-grillen/


...
Die Grillsaison ist eröffnet: Tricks für gesundes Grillen - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/tid-5829/grillen_aid_57345.html

Mittwoch, 21. März 2012

Agentur Scholz & Friends macht sich über Schwule und Vegetarier lustig

"Tofu ist schwules Fleisch" - mit diesem Menschen- und Tierverachtenden Slogan macht sich die Werbeagentur Scholz & Friends gleich über zwei Randgruppen lustig: Schwule und Vegetarier. 

"Vielleicht sollte es lustig sein, vielleicht provokant. Am Ende war es aber nur peinlich, das Motiv, das sich in paar Kreative der Werbeagentur Scholz & Friends als Steakhausketten-Reklame ausdachten", schreibt Spiegel Online. Weiter heißt es in der Meldung: "Das homophobe Fleischmotiv war Teil einer machohaften Kampagne, die sich die Werber für die Kette Maredo ausgedacht hatten. Ein anderes Motiv ist: "Wenn man Tiere nicht essen soll, warum sind sie dann aus Fleisch?"
Tja, dasselbe könnten sich die Werbe-Wirrköpfe auch selbst fragen, sie sind ja vermutlich auch aus Fleisch. Hätten sie auf der Speisekarte von Maredo gestanden, wären der Welt zumindest zwei so überflüssige wie zynische Werbesprüche erspart geblieben.

Der kreative Durchfall von Scholz & Friends fand übrigens keine werbliche Verwendung: "Drei Jahre schlummerte das nie irgendwo eingesetzte homophobe Fleischmotiv in den Tiefen des Internets - man kann es beispielsweise noch in einem Blogeintrag zur Preisverleihung finden - und niemand regte sich auf. Bis es am vergangenen Dienstag plötzlich für Bewegung im Internet sorgte. Der Tofu-Spruch wurde schnell zu einem PR-Problem für die Steakhauskette." Bleibt zu hoffen, dass dieses "PR-Problem" eine nachhaltige Wirkung entfaltet.

Link zum Artikel:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,822755,00.html

Sonntag, 18. März 2012

Harvard-Forscher: höheres Risiko für Krebs und Infarkt durch Fleisch

"Das Ende der Fleischeslust" titelte die Süddeutsche Zeitung vom 13. März 2012. Dem Artikel zufolge "warnen Harvard-Wissenschaftler vor den gefährlichen Folgen von ausgiebigem Fleischgenuss": Wer täglich ein Hauptgericht mit rotem Fleisch oder Wurst und Schinken esse, so die Forscher im Fachblatt Archives of Internal Medicine, verkürze seine Lebenserwartung und habe ein erhöhtes Risiko für Infarkt, Schlaganfall, Diabetes und verschiedene Krebsleiden.
"Wer sich hingegen für gesündere Eiweißquellen entscheidet, hat gleich mehrere Vorteile davon und ist weniger gefährdet, chronisch krank zu werden oder gar früh zu sterben", sagt der Harvard-Ernährungswissenschaftler Frank Hu.

Weiter heißt es in dem Artikel: "Das Team aus Ärzten, Epidemiologen und Ernährungsexperten greift auf eine beeindruckende Datenbasis zurück, um seine Warnung zu untermauern. Die Forscher haben mehr als 37000 Männer und 83000 Frauen seit den 1980er Jahren beobachtet und immer wieder ihr Alltagsverhalten und ihre Ernährung analysiert. Nach durchschnittlich fast 30 Jahren zeigte sich, dass die Sterblichkeit der Studienteilnehmer um 13 Prozent erhöht war, wenn sie täglich eine Hauptmahlzeit Fleisch zu sich nahmen - und sogar um 20 Prozent anstieg, wenn sie jeden Tag Wurst, Schinken oder zu Aufschnitt verarbeitetes Fleisch aßen."


Link zum Artikel:
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/542182